Freistehende Terrassenüberdachung Ulm – unabhängig von der Hauswand
In den Gartengrundstücken von Wiblingen nahe dem barocken Kloster oder in Grimmelfingen gründen wir freistehende Pfosten mit Punktfundamenten, unabhängig vom historischen Baubestand des jeweiligen Hauses.
- Unabhängig von der Hauswand
- Vier eigene Punktfundamente statt Wandanschluss
- Festpreis nach Aufmaß vor Ort
Freistehende Terrassenüberdachung Ulm ✓ Terrassenüberdachungen und Terrassendächer aus Aluminium oder Holz, unabhängig von der Hauswand | Solitär mit eigenen Punktfundamenten für Garten und Terrasse in der Region Ulm – individuelle Planung vom Fachbetrieb – Preise & Konfigurator
Wann freistehend die bessere Wahl für Sie ist
Der schönste Platz im Garten liegt nicht immer direkt an der Terrassentür. Vielleicht steht Ihre Sitzecke am hinteren Grundstücksrand mit Blick über den Rasen, vielleicht wurde die Fassade gerade gedämmt und soll nicht angebohrt werden, vielleicht wohnen Sie zur Miete und dürfen am Gebäude nichts verändern. Für all diese Fälle bauen wir die Überdachung als Solitär: vier eigene Pfosten, vier eigene Fundamente – und kein einziger Dübel in Ihrer Fassade.
Aus unserem Alltag in Ulm kennen wir beide Seiten dieser Entscheidung. In den erst in den 1970er-Jahren eingemeindeten Ortschaften wie Eggingen, Unterweiler, Jungingen oder Mähringen haben viele Häuser noch den dörflich geprägten Zuschnitt mit großzügigem Garten – dort reicht der Platz fast immer für einen frei stehenden Sitzplatz abseits vom Haus. Auch in Grimmelfingen und in den Gartengrundstücken von Wiblingen rund um das barocke Kloster geben die Parzellen genug Raum her, um vier Pfosten mit sinnvollem Abstand zu setzen. Anders sieht es in der nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebauten Innenstadt rund um das Münster aus: Wo Reihenhäuser und schmale Stadtgärten den Ton angeben, fehlt schlicht die Fläche für eine freistehende Konstruktion – dort empfehlen wir ehrlich den Anbau an die Wand. Welche Bauform zu Ihrem Grundstück passt, entscheiden wir nicht am Telefon, sondern gemeinsam mit Ihnen beim Aufmaß.
Alu oder Holz als freistehende Lösung
Alu oder Holz als freistehende Lösung – Vorteile einer freistehenden Terrassenüberdachung
Freistehend heißt nicht festgelegt: Beide Materialwelten stehen Ihnen offen. Wer ein möglichst pflegeleichtes Dach mit schlanken Profilen sucht, wählt unsere Alu-Terrassenüberdachung; wer die wohnlichere, natürliche Anmutung schätzt – gerade in den dörflich geprägten Ulmer Stadtteilen oft die stimmigere Wahl –, entscheidet sich für unsere Terrassenüberdachung aus Holz. Jede der beiden Bauarten planen und montieren wir auch als Solitär auf vier Pfosten, in geprüfter Qualität und individuell nach Ihren Wünschen.
Preise
| Typ | Ausführung | Größe | Preisspanne |
|---|---|---|---|
| Alu-Überdachung | Stegplatten (Einstieg) | 4×3 m (12 m²) | 4.000 € – 7.000 € |
| Alu-Überdachung | VSG-Glasdach | 4×3 m (12 m²) | 6.000 € – 12.000 € |
| Alu-Überdachung | VSG-Glasdach | 6×4 m (24 m²) | 15.000 € – 28.000 € |
| Holz-Überdachung | Stegplatten | 4×3 m (12 m²) | 4.200 € – 7.200 € |
| Holz-Überdachung | VSG-Glasdach | 5×4 m (20 m²) | 9.000 € – 18.000 € |
| Lamellendach | motorisiert, wasserdicht | 3×4 m (12 m²) | 7.000 € – 12.000 € |
| Lamellendach | motorisiert, wasserdicht | 6×4 m (24 m²) | 18.000 € – 32.000 € |
Realistische Komplettpreise basierend auf Marktdaten (aroundhome.de), Stand 2026-08-07. Ihr individueller Richtpreis kann abweichen – nutzen Sie den Konfigurator für eine genauere Einschätzung.
Die vier Punktfundamente der freistehenden Bauform kalkulieren wir nach dem Aufmaß als eigenen Posten – je nach Baugrund und Grundstückslage fällt dieser Anteil unterschiedlich aus.
Festpreis für Ihre freistehende Terrassenüberdachung anfordern
Wir rechnen Ihnen den Richtpreis nach Ihren Maßen vor – unverbindlich und kostenlos.
Freistehend + Extras: Beschattung, Seitenwände, LED
Beschattung, Seitenwände, LED-Beleuchtung – alles, was am wandgebundenen Dach funktioniert, funktioniert auch am Solitär. Und gerade hier lohnt sich der Blick nach vorn, denn ein frei im Garten stehendes Dach hat keine schützende Hauswand im Rücken.
Wind erreicht eine freistehende Konstruktion aus jeder Richtung – auf dem höher gelegenen Eselsberg, wo die Wissenschaftsstadt offener liegt als der geschützte Talkessel um die Donau, merkt man das an exponierten Gartenlagen deutlich stärker. Eine Glas-Schiebewand oder feste Seitenteile als Sonnenschutz und Sichtschutz nehmen dem Sitzplatz genau diese Zugluft und holen spürbar mehr Wochen Terrassensaison heraus. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt der Planung: Eine Unterglas-Markise, ein Raffstore oder schwere Glaselemente bringen Zusatzlast in die Konstruktion, die von Anfang an als Reserve eingerechnet sein sollte – selbst wenn Sie die Extras erst in zwei oder drei Jahren montieren lassen. Deshalb fragen wir schon bei der Beratung vor Ort, welche Ausbaustufen für Sie denkbar sind. Auch bei der Elektrik denken wir voraus: Ohne Hauswand in Reichweite läuft die Zuleitung für LED-Spots oder einen Markisenmotor als Erdkabel zum Pfosten – das planen wir mit ein, bevor die Fundamente gesetzt sind, statt hinterher den Garten wieder zu öffnen. Was die Zusatzlasten statisch für Pfosten und Fundamente bedeuten, lesen Sie im Akkordeon weiter unten.
Fundamente: fest gegründet, ohne Ihre Terrasse aufzureißen
Der Standard sind vier Punktfundamente aus Beton, frostfrei gegründet auf üblicherweise 80–100 cm. Wo bereits Pflaster oder Platten liegen, arbeiten wir alternativ mit Erdschrauben: Die werden an den vier Pfostenpositionen eingedreht, der Rest Ihrer Fläche bleibt unangetastet.
Welche Gründung die richtige ist, entscheidet Ihr Grundstück. Auf einer noch unbefestigten Gartenfläche – wie sie in den eingemeindeten Ortschaften Jungingen, Lehr oder Mähringen häufig noch vorzufinden ist – ist das Betonfundament meist die wirtschaftlichste Lösung, weil der Aushub dort ohne Umwege möglich ist. Soll eine fertige Pflaster- oder Plattenfläche erhalten bleiben, punktet die Erdschraube – kein Beton, keine Aushärtezeit, nur vier kleine Öffnungen im Belag. Auf dem Eselsberg kommt eine dritte Frage dazu: Gefälle und Entwässerung. Fällt das Baugrundstück zur Hangkante hin ab, gleichen wir die Pfostenlängen aus und führen das Regenwasser gezielt vom Hang weg, statt es unkontrolliert versickern zu lassen. Da bei der freistehenden Bauform vier statt zwei Gründungspunkte anfallen, wiegt jede dieser Entscheidungen schwerer als beim Anbau – wir treffen sie deshalb erst nach der Baugrund-Einschätzung beim Aufmaß, gemeinsam mit Ihnen. Die komplette statische Herleitung von der Windlast-Aussteifung bis zur Frosttiefe finden Sie im Akkordeon-Abschnitt weiter unten.
Ablauf: Ihre freistehende Terrassenüberdachung in Ulm
- 1 Beratung & Aufmaß-Termin vor Ort
- 2 Planung inkl. Statik-Auslegung und Verfahrensfrei-Check (30-m²-Regel § 50 LBO Baden-Württemberg)
- 3 Fundamentarbeiten (Punkt- oder Schraubfundamente)
- 4 Montage von Konstruktion und Dacheindeckung
- 5 Extras (Beschattung, LED, Seitenwände) & Abnahme
Freistehende Terrassenüberdachung für Ulm und Umgebung
Als Terrassenüberdachungen für Ulm sind wir in allen Stadtteilen unterwegs – von Eggingen bis Unterweiler – und ebenso im Umland, etwa als Illerkirchberg und Umgebung oder rund um Leipheim und Umgebung. Kurze Anfahrt, ein fester Ansprechpartner: Planung, Genehmigung und Montage kommen bei uns aus einer Hand.
Statik im Detail: warum freistehend anspruchsvoller ist
Ein wandgebundenes Terrassendach lehnt sich statisch an das Haus an: Der Wandanschluss leitet einen erheblichen Teil der auftretenden Kräfte direkt in das Mauerwerk und hält die Konstruktion seitlich in Position. Dem Solitär fehlt dieser Partner komplett. Wind, Schnee und Eigengewicht müssen ausschließlich über die vier Pfosten und ihre Fundamente in den Boden – und genau deshalb verlangt die freistehende Bauform mehr Planungstiefe als ein Anlehndach, obwohl beiden dieselben Normen zugrunde liegen.
Windlast-Aussteifung einer freistehenden Terrassenüberdachung ohne Wandauflager
Grundlage der Windbemessung ist DIN EN 1991-1-4 mit ihren vier deutschen Windzonen. Windzone 1 (DIN EN 1991-1-4) – amtlich gültig für das gesamte Ulmer Stadtgebiet, zusammen mit den Landkreisen Reutlingen und Tübingen sowie dem Zollernalbkreis. Nachbarorte wie Neu-Ulm (Bayern) oder Laupheim liegen bereits in der höheren Windzone 2 – wir dimensionieren Verankerung von Wandanschluss und Pfostenfüßen jedes Mal exakt nach der amtlich für die jeweilige Adresse gültigen Zone. Für eine freistehende Konstruktion zählt diese Einstufung besonders, denn hier gibt es keine Hauswand, die einen Teil der Windkräfte abfängt: Die Pfosten übernehmen die komplette horizontale Aussteifung allein. Sie tragen nicht nur das Dachgewicht senkrecht ab, sondern leiten auch sämtliche seitlichen Kräfte, die der Wind auf die gesamte Dachfläche drückt, in die Fundamente weiter. Steht der Solitär zudem exponiert – etwa frei im Garten ohne umgebende Bebauung oder auf dem offeneren Eselsberg statt im geschützten Donautal –, wirkt sich das stärker aus als bei einem geschützt an der Fassade liegenden Anlehndach. Deshalb legen wir jede freistehende Statik konsequent nach der für Ihre Adresse amtlich geltenden Zone aus – wer beispielsweise nach Neu-Ulm oder Laupheim zieht, muss bereits die höhere Windzone 2 einkalkulieren, während für das gesamte Stadtgebiet Ulm einheitlich die niedrigere Windzone 1 gilt.
Rahmensteifigkeit und Pfosten als tragendes Bauteil
Damit sich das Dach unter Windlast weder verschiebt noch verwindet, müssen Pfosten, umlaufender Rahmen und Sparren als steifes Gesamtsystem zusammenwirken – Statiker sprechen von Rahmensteifigkeit. Der Pfosten wird beim Solitär damit zum tragenden Bauteil im vollen Wortsinn: Er stützt nicht nur senkrecht, sondern steift die Konstruktion auch horizontal aus, während beim Anlehndach diese Aufgabe überwiegend die Wand übernimmt. Auch die Auskragung – der Dachüberstand jenseits der äußersten Stützen – wird bei freistehenden Dächern bewusst knapper geplant: Jeder zusätzliche Zentimeter verlängert den Hebelarm und erhöht damit die Kippbeanspruchung der Pfosten.
Fundament-Dimensionierung und Kippmomente
Ohne Wandanbindung müssen die Fundamente mehr leisten als reine Druckaufnahme: Zur senkrechten Auflast aus Dachgewicht und Schnee kommen die Kippmomente, die der Wind über die Pfosten einträgt. Ein zu klein geratenes Punktfundament könnte unter ungünstiger Windlast kippen oder herausgezogen werden – deshalb bemessen wir Grundfläche, Tiefe und Bewehrung beim Solitär gezielt auf diese zusätzliche Beanspruchungsrichtung, statt einfach die Querschnitte des Anlehndachs zu kopieren. Vier Fundamente verteilen die Last zwar auf mehr Punkte, doch jedes einzelne muss die volle Aussteifungsfunktion mittragen, die beim Anbau anteilig das Mauerwerk übernimmt.
Lastannahmen nach DIN EN 1991-1-3 und DIN EN 1991-1-4
Jede Auslegung beginnt mit den normierten Lastannahmen: DIN EN 1991-1-3 für Schnee, DIN EN 1991-1-4 für Wind, jeweils mit deutschem Nationalen Anhang. Die Konstruktion wird nach der örtlichen Schneelastzone (DIN EN 1991-1-3) dimensioniert – Ulm liegt amtlich in der niedrigsten Schneelastzone 1, begünstigt durch die Lage im Donautal am Rand der Schwäbischen Alb. Mehrere direkte Nachbarorte wie Blaustein, Langenau oder Geislingen an der Steige liegen bereits in einer höheren Zone – wir legen Sparrenabstand, Profilstärke und Glasdicke deshalb immer nach der für die jeweilige Adresse amtlich geltenden Zone aus, nicht pauschal nach dem Ulmer Stadtwert. Aus dieser Zone leiten sich Sparrenabstand, Profilstärke und bei Glasdächern die Glasdicke direkt ab. Ob eine Systemauslegung des Herstellers genügt oder eine statische Einzelberechnung nötig wird, hängt von Spannweite und Standort ab – ab etwa vier Metern Stützweite oder bei Zusatzlasten aus Seitenwänden ist der rechnerische Einzelnachweis für Sparren, Pfosten und Fundamente der sichere Weg. Bei freistehenden Konstruktionen prüfen wir diese Frage grundsätzlich vor dem verbindlichen Angebot, nicht erst auf der Baustelle.
Frosttiefe und Bodenmechanik
Fundamente gehören unter die Frostgrenze: Gefriert Bodenwasser oberhalb der Gründungssohle, dehnt es sich aus und drückt das Fundament über die Jahre nach oben – die gefürchtete Frosthebung. Als Richtwert gelten bundesweit 80 bis 100 cm; die tatsächliche Tiefe bestimmen Bodenart, Grundwasserstand und Baugrund vor Ort, denn bindige, wasserhaltende Böden heben stärker als durchlässige Sande. Beim Solitär kommt eine Besonderheit dazu: Setzt oder hebt sich einer von vier Gründungspunkten anders als die übrigen, kann keine steife Wandanbindung die Differenz ausgleichen – die Konstruktion verspannt sich. Gerade auf dem Eselsberg, wo sich Auffüllboden der Nachkriegsbebauung und gewachsener Baugrund auf wenigen Metern abwechseln können, prüfen wir den Untergrund deshalb an jedem einzelnen der vier Fundamentpunkte statt nur an einer Stichprobenstelle – im flacheren Donautal genügt in der Regel eine zentrale Bohrprobe.
Punktfundament oder Erdschraube: was passt zu Ihrer Terrasse?
Vier Pfosten brauchen vier Gründungen – die Frage ist nur: betonieren oder eindrehen? Beide Verfahren gehören bei uns zum Standard und erreichen richtig ausgelegt dieselbe Tragfähigkeit. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie stark sie in Ihre vorhandene Fläche eingreifen, wie schnell es geht und wie viel Reserve für spätere Ausbaustufen bleibt.
Das Punktfundament aus Beton
Hierfür wird an jeder Pfostenposition eine Grube bis unter die Frostgrenze ausgehoben – in der Regel die genannten 80 bis 100 cm – und ein Fundament mit statisch bemessener Grundfläche betoniert. Das Betonfundament bringt die größte Tragreserve mit und ist deshalb unsere Empfehlung für große Dachflächen, für weichen oder wechselhaften Baugrund und für alle Projekte, bei denen später schwere Glaselemente oder Seitenwände dazukommen sollen. Der Preis dafür: Aushub, einige Tage Aushärtezeit und auf einer fertig belegten Terrasse ein spürbarer Wiederherstellungsaufwand rund um die vier Gruben.
Die Erdschraube als eingriffsarme Alternative
Die Erdschraube wird mit einem Drehmomentgerät direkt in den Boden geschraubt – ohne Grube, ohne Beton, ohne Wartezeit. Wer seine gepflasterte oder geflieste Terrasse behalten möchte, muss den Belag nur an den vier Pfostenpunkten öffnen; alles andere bleibt liegen. Die Tragwirkung entsteht über Einschraubtiefe und den Bodenwiderstand an der Schraubwendel – und genau da liegt die Grenze des Systems: Auf tragfähigem, verdichtetem Untergrund funktioniert die Erdschraube hervorragend, in sehr lockeren, sandigen oder stark durchnässten Böden erreicht sie die nötigen Werte dagegen nicht zuverlässig. Ein Probeeindrehen vor Ort zeigt schnell, woran Sie sind.
Welche Variante wir für Alu oder Holz empfehlen
Eine Patentantwort gibt es nicht, denn Baugrund, Dachgröße und Ausbaupläne sind bei jedem Projekt anders. Als Faustregel aus unserer Praxis: Bestehende Beläge erhalten, zügig montieren, tragfähiger Boden – das spricht für die Erdschraube. Große Spannweiten, geplante Seitenwände oder ein schweres Glasdach, weicher oder ungleichmäßiger Baugrund – das spricht für Beton. Verbindlich wird die Empfehlung erst nach unserer Baugrundeinschätzung beim Aufmaß; auf dieser Basis nennen wir Ihnen dann auch den Festpreis.
Beschattung und Seitenwände bei freistehenden Dächern: zusätzliche Last richtig mitplanen
Auch der Solitär lässt sich mit Markise, Seitenwänden oder einer Glas-Schiebewand ausbauen – statisch ist das allerdings nie ein simples Anschrauben ans fertige Dach, sondern eine Zusatzbelastung, die in der ursprünglichen Auslegung bereits als Reserve stecken sollte.
Warum Seitenwände und Beschattung zusätzliche Windangriffsfläche bedeuten
Solange die Überdachung offen ist, streicht der Wind weitgehend ungehindert unter dem Dach hindurch. Jede geschlossene Glaswand, jedes feste Seitenteil und jede ausgefahrene Markise verändert das: Es entsteht eine Fläche, gegen die der Wind drückt, und die Konstruktion muss deutlich größere horizontale Kräfte über Pfosten und Fundamente abtragen. Beim freistehenden Dach ohne Wandauflager schlägt dieser Effekt voll durch, weil kein Mauerwerk mitträgt. Wir fragen deshalb bereits beim Aufmaß, welche Seitenwände oder Beschattungen Sie sich vorstellen können – ausdrücklich auch die, die erst Jahre später kommen sollen.
Zusätzliche Auflast durch Antriebe, Kassetten und Führungsschienen
Zur Windangriffsfläche kommt das Gewicht: Kassettenmarkisen mit Motor, Raffstore-Anlagen und Glas-Seitenwände samt Führungsschienen wiegen zusammen schnell so viel wie ein ordentlicher Teil der Dacheindeckung. Diese Auflast addiert sich zu Eigengewicht und Schneelast und gehört von Anfang an in die Bemessung von Sparren, Pfosten und Fundamenten. Wurde ein freistehendes Dach ohne diese Reserve gebaut und soll Jahre später schwer nachgerüstet werden, reicht die vorhandene Konstruktion unter Umständen nicht mehr aus – dann wird aus dem Wunsch-Extra ein Umbauprojekt.
Unser Vorgehen: Ausbaustufen von Anfang an mitdenken
Wir dimensionieren freistehende Konstruktionen deshalb standardmäßig mit Blick auf mögliche Ausbaustufen: Pfostenquerschnitt, Sparren und Fundamente erhalten die Reserve, die eine spätere Beschattung oder Seitenwand tragen kann – auch wenn Sie zunächst nur das reine Dach bestellen. So bleibt Ihnen eine nachträgliche statische Verstärkung oder gar der Austausch von Fundamenten erspart. Die einzelnen Lösungen im Detail zeigen unsere Fachseiten zu Beschattung und Seitenwänden.
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1 von 5 · Dachtyp
„Das Dach steht bei uns frei am Ende des Gartens, zwischen Beeten und Obstbäumen – an der Fassade wurde nichts angebohrt. Auch nach dem ersten stürmischen Herbst steht alles noch exakt so gerade wie am Montagetag.“
Martina Gaupp, Grimmelfingen
Kundenstimmen sind teilweise anonymisiert und zusammengefasste Rückmeldungen.
Beispiele für freistehende Terrassenüberdachungen
Eine freistehende Terrassenüberdachung ist die freieste Form des Terrassendachs: Kein Wandanschluss gibt Standort oder Ausrichtung vor, Sie platzieren das freistehende Terrassendach dort, wo Sonne, Aussicht und Garten es hergeben – mitten auf dem Rasen, am Gartenrand oder als Pavillon-Ersatz mit festem Dach. Bei den Materialien gilt dieselbe Auswahl wie am Haus: Die freistehende Terrassenüberdachung aus Aluminium bleibt über Jahrzehnte wartungsarm und formstabil, die Holzvariante bringt natürliche Wärme in den Außenbereich – gerade zu den dörflich geprägten Ulmer Stadtteilen passt sie oft besonders gut. Als Dacheindeckung stehen Stegplatten und Echtglas zur Wahl, die Gründung passen wir an Rasen, Pflaster oder Hanglage an. Und weil ein Solitär im Garten keine schützende Hauswand hat, entfalten Extras hier besondere Wirkung: Seitenwände als Sicht- und Sonnenschutz gegen den Wind auf exponierten Lagen wie dem Eselsberg, LED-Licht für den Abend, Beschattung für die Mittagssonne – alles individuell kombinierbar und komplett aus einer Hand, von der Planung über die Fundamente bis zur fertigen Montage. Die folgenden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich freistehende Lösungen je nach Standort, Material und Ausstattung aussehen können.
Beispielbilder zu Ihrer Inspiration — kein Foto eines abgeschlossenen Projekts.
Häufige Fragen zur freistehenden Terrassenüberdachung
Braucht eine freistehende Terrassenüberdachung in Ulm eine Baugenehmigung?
Ob das Dach an der Hauswand hängt oder frei im Garten steht, spielt für das Baurecht keine Rolle – in Baden-Württemberg zählt allein die Fläche: Terrassenüberdachungen sind in Baden-Württemberg bis zu 30 m² Fläche bei Wohngebäuden verfahrensfrei – anders als in Bayern, NRW, Berlin oder Schleswig-Holstein gibt es dabei KEINE zusätzliche Tiefenbegrenzung, es zählt ausschließlich die Gesamtfläche. Der Grenzabstand beträgt nur 2,50 m, bei schmalen Konstruktionen unter 5 m Breite und höchstens 1,50 m Auskragung sogar nur 2,00 m – der schmalste Grenzabstand aller bislang im Portfolio recherchierten Bundesländer. Verfahrensfrei heißt aber nicht baurechtsfrei: Abstandsflächen zur Nachbargrenze, Bebauungsplan-Festsetzungen und örtliche Satzungen gelten trotzdem. Rechtsgrundlage: § 50 LBO Baden-Württemberg.
Wie tief müssen die Fundamente einer freistehenden Überdachung sein?
Frostfrei gegründet heißt in der Praxis meist 80–100 cm Tiefe, damit gefrierendes Bodenwasser das Fundament nicht anhebt. Auf dem Eselsberg, wo Auffüllboden und gewachsener Baugrund der Wissenschaftsstadt kleinräumig wechseln können, klären wir die genaue Tiefe an allen vier Pfostenpunkten einzeln – im Donautal reicht dagegen meist eine Untersuchung an einer Stelle.
Geht eine freistehende Überdachung auch auf bestehender Pflasterung?
In vielen Fällen ja: Statt vier Fundamentgruben auszuheben, drehen wir Erdschrauben in den Boden – dafür öffnen wir die Pflasterung nur punktuell an den vier Pfostenpositionen. Ob der Untergrund dafür tragfähig genug ist, klären ein Probeeindrehen und unsere Einschätzung vor Ort.
Was kostet freistehend im Vergleich zum Wandanbau?
Die Dachkonstruktion selbst kalkulieren wir mit demselben Quadratmeter-Satz wie beim Anbau an die Hauswand – 12 m² mit Stegplatten liegen bei etwa 4.200 € bis 7.800 € inklusive Montage. Dazu kommt der Mehraufwand für vier statt zwei Fundamente, den wir nach Baugrund transparent im Angebot ausweisen.
Freistehende Terrassenüberdachung in Ulm planen
Lassen Sie sich unverbindlich beraten – oder berechnen Sie zuerst Ihren Richtpreis im Konfigurator.
Alu oder Holz, Betonfundament oder Erdschraube, mit oder ohne Seitenwände – wir planen Ihren Solitär so, wie Ihr Grundstück es verlangt, und nicht nach Schema F. Von der ersten Beratung über die adressgenaue Statik nach der für Ulm amtlich geltenden Schneelast- und Windzone bis zur Montage bleibt derselbe Ansprechpartner an Ihrer Seite – ob im Stadtgebiet oder in der Region Ulm –, damit im Garten am Ende ein Dach steht, das auch nach zwanzig Jahren noch nichts von seiner Ruhe verloren hat.
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